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Sonntag, 20. Mai 2012, 14:16 Uhr
 
Historischer Wandertag der Klasse 6
Geschrieben von: Rudolf Hofmann   
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Die Kreisstadt Cham war Ziel des "historischen Wandertages"

hist_wandertag_06Am Freitag, den 29. September, war die Kreisstadt für die Schüler des Wolfgang-Spießl-Schule Zielort des historischen Wandertages. Mit dem Bus fuhr die 6.Klasse, begleitet durch Klassenleiter Manfred Hruby, zum Chamer Schulberg, wo man am Fraunhofer Gymnasium ausstieg, um von dort aus diesen besonderen Wandertag zu beginnen. Im Vordergrund sollten dabei die historischen Ereignisse in Cham kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges stehen, als in Cham vor rund 60 Jahren die Bomben fielen und der Bahnhof im Südwesten des Stadt Ziel eines alliierten Bombenangriffes war. Im Unterricht wurde die Klasse während des Jahres mit verschiedenen Zeitungsartikeln konfrontiert, welche an diese schrecklichen Ereignisse erinnerten. In diesem Zusammenhang konnten die Schüler auch über die geschichtlichen Hintergründe zur Errichtung eines Gedenksteines erfahren, welcher letztes Jahr zum Gedenken an den Marsch der KZ-Häfltlinge aus Flossenbürg am Ortseingang von Stamsried errichtet wurde.

Nach kurzer Erläuterung, warum man vom "Schulberg Chams" spricht, war der Friedhof nächstliegendes Ziel. Ein mächtiger Steinquader erinnert dort an dasselbe tragische Ereignis mit den KZ-Häftlingen aus Flossenbürg. In unmittelbarer Nähe dieses Denkmals suchten die Schüler anschließend nach dem Namen des Lehrers Ludwig Schwan auf den vielen Gedenksteinen für die Opfer des Bombenangriffes. Nächster Zielort war das Wahrzeichen von Cham: das Biertor. Lehrer Hruby nutzte die Gelegenheit, um den Stamsrieder Schülern die wichtigsten Sehenswürdigkeiten seiner Heimatstadt auf dem Weg dorthin zu zeigen. Ein großer Teil von ihnen hatte zwar den Marktplatz schon einmal gesehen, die Innenstadt jedoch meist nur aus der Autoperspektive beim Einkaufen erlebt.

Am Biertor angekommen genehmigte man sich wohlverdiente Pause. Die Rossschwemme war genau der richtige Ort um sich die mitgebrachte Marschverpflegung schmecken zu lassen und am Regenufer herum zu tollen. Das kleine Wäldchen bei der Florian-Geyer-Brücke war schließlich der vereinbarte Treffpunkt, an dem man den Bus für die Rückfahrt zu Schule erwartete. Herr Hruby wählte diesen Ort, um die Klasse auf den bevorstehenden Abschluss des historischen Wandertages vorzubereiten. 1958 wurden hier nämlich der größte Teil der Filmaufnahmen von Bernhard Wickys weltberühmten Antikriegsfilm gedreht. Pünktlich zum Ende der zweiten Pause waren die Ausflügler wieder im Stamsrieder Klassenzimmer. Mit der Vorführung des preisgekrönten Filmes "Die Brücke" ging für die Schüler ein sicher kurzweiliger Schultag zu Ende.