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Montag, 06. Februar 2012, 06:04 Uhr
 
Berufsinfo auf Rädern - Der ME- Bus in Stamsried
Geschrieben von: Rudolf Hofmann   
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InfoMobil der Metall- und Elektroindustrie machte Station in Stamsried

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Ein großer silberfarbener Gelenkbus des VBM (Verband der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie) tourte die vergangenen Wochen durch den Landkreis Cham. Auf seiner letzten Station war die mit knapp 18 m wahrscheinlich längste Berufsinformation der Welt, auch Gast an der Wolfgang-Spießl-Schule, um die Schülerinnen und Schülern der 7. bis 9.Klassen über die vielfältigen und attraktiven Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten in den Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie zu informieren. Insgesamt sechs Multimedia Terminals mit Info's rund um die Branche, zwei computergesteuerte Werkzeugmaschinen (CNC) zum Drehen und Fräsen von Werkstücken aus Metall und zwei CAD/CAM Systeme zum Erstellen und Simulieren von Fertigungsabläufen an den CNC-Maschinen ließen die M+E Berufswelt sehen, hören und praktisch erleben.

Das M+E-Info Mobil ist das zentrale Medium einer breit angelegten Berufsinformationskampagne. 1988, zur Bekanntmachung der neu geordneten Metall- und Elektroberufe auf bundesweite Informationstour geschickt, werden die nunmehr neun Fahrzeuge von einer Reihe zusätzlicher und ergänzender Informationsmedien begleitet. Der Franke Wolf-Dieter Bieler, seit über 18 Jahren Berater und sein Fahrer und Logistikexperte Peter Stumptner, machen keinen Hehl daraus, das die Branche die demografische Entwicklung im Hinterkopf hat und mit dem wieder verstärkten Einsatz der Infobusse dem prognostizierten Fachkräftemangel vorbeugen möchte.

Nicht schwer fiel den Hauptschülern zahlreiche in der M+E Industrie gefertigte Produkte zu nennen, schließlich wird von der kleinsten Glühbirne übers Handy, dem PC bis hin zu großen Werkzeugmaschinen alles in diesem größten Industriezweig Deutschlands hergestellt. So vielfältig die Produkte, so verschieden auch die Ausbildungsberufe. Von den IT-Berufen (u.a. Fachinformatiker) über die Metall erzeugenden Berufe ( u.a. Gießereimechaniker) über die gewerblich-technischen Berufe (u.a. Mechatroniker/in) bis hin zum kaufmännischen Zweig ( Industrie- und Bürokaufmann) finden Interessierte die unterschiedlichsten Ausbildungsplätze.

Praktisch testete die Schüler ihre Mathematikkenntnisse am CAD/CAM-System. Mit Erfolg erstellten sie ein Programm zum bearbeiten eines metallenen Werkstückes und erlebten damit hautnah, das die Branche heute nicht nur „ Blaumann"-Jobs bietet, sondern viel mit High Tech zu tun hat.

Kathrin Kirsch-Spießl