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Mittwoch, 23. Mai 2012, 02:14 Uhr
 
Mit gutem Rüstzeug in die Herausforderung Zukunft
Geschrieben von: Rudolf Hofmann   
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Von einem besonderen Jahrgang nahm man am Donnerstagabend an der Wolfgang- Spießl- Schule bei der Entlassfeier Abschied. Besonders in vielerlei Hinsicht, wie mehrere Redner betonten: Mit einer hervorragenden 80- prozentigen Qualiquote, mit der Gewissheit dass alle eine Lehrstelle haben und mit einem eindrucksvollen Engagement bei der Abschlussfeier, welche die Schülerinnen und Schüler mit hohem musikalischen Anspruch gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer gestalteten.
Nach einem Dankesgottesdienst, gestaltet von Gemeindeassistentin Beate Schmaderer, begrüßte Rektor Rudolf Hofmann neben den Schülerinnen und Schülern, sowie ihren Eltern besonders Schulverbandsvorsitzenden und Bürgermeister Alfred Lang, sowie die Vertreter des Jugendfördervereins, des Elternbeirates und das Kollegium.
Auf der Trompete zeigte Stefan Pfeffer anschließend, dass er zurecht einen glatten Einser im Musik- Quali verdient hatte.

Schulverbandsvorsitzender Alfred Lang freute sich besonders, dass alle Abschlussschüler eine Ausbildungsstelle gefunden haben und würdigte die hohe Qualiquote.

Er warb für das lebenslange Lernen indem er den Schülern versicherte, dass es schön sei, immer wieder gefordert zu sein.
Sein großer Dank galt Klassenlehrer Johannes Reutner und der Schulleitung für mehrere Projekte, die den Schülern Erfolgserlebnisse verschafften, mit denen sie jedoch auch hohe Maßstäbe vorlebten. Lang erinnerte dabei an "Schule in der Werkstatt" und die präsentierten Unterrichtsstunden vor Eltern, Ausbildern und angehenden Lehrern. Er nutzte angesichts der vorbildlichen Abschlussklasse die Gelegenheit, sein Plädoyer für die Stärkung der Hauptschulen zu wiederholen und verwies dabei auf den großen Vorteil der Volksschule mit Klasse 1 bis 9: dass die Kinder persönlich bekannt sind und damit individuelle Förderung besser möglich sei, womit keiner durchs soziale Netz fällt. Für die Zukunft wünschte er den Jugendlichen jederzeit verständnisvolle, zuhörende Menschen, die für sie da sind.

Mit dem Spruch "Lernen ist wie rudern gegen den Strom, sobald man damit aufhört, treibt man zurück", verabschiedete Vorsitzender Michael Beck im Namen des Elternbeirates die Schüler. Er wünschte ihnen, dass sie den Grundstock, den ihnen die Wolfgang- Spießl- Schule gegeben hat, zu nutzen wissen, auch wenn es mal gegen den Strom geht und schwierig wird.

"Wir brauchen so engagierte junge Leute wie Euch, um auch die nachfolgenden Schülergenerationen zu unterstützen", warb er für eine Mitgliedschaft im neugegründeten Jugendförderverein.
Schöne Tradition ist es, dass der Elternbeirat Schüler ehrt, die sich in besonderer Weise für das Allgemeinwohl engagiert haben. Heuer erhielt Christian Eberl ein kleines Präsent, womit seine tagtägliche, zuverlässige Schülerlotsentätigkeit gewürdigt wurde.
Schüler mit Optimismus

"Ihr könnt optimistisch in die Zukunft schauen und zeigen, dass sich die Hauptschule lohnt !", freute sich Rektor Hofmann - stolz darauf, dass alle eine Lehrstelle haben - in seinen Abschiedsworten, welche er unter das Motto "Herausforderung Zukunft" stellte. Die Abschlussschüler haben bewiesen, dass sie Selbstvertrauen, Mut und Optimismus haben. Dazu wünschte er allen Glück in Beruf, Ausbildung und Familie, "denn Glück macht glückliche Menschen", so Hofmann.

Mit den Worten: "Ihr habt alles Rüstzeug, um die Herausforderung Zukunft zu meistern", verabschiedete der mit Zuversicht die 20 Mädchen und Buben aus der Wolfgang- Spießl- Schule.

Klassensprecher Alexander Rötzer hielt eine humorvolle Abschlussrede, wobei er auch so manch vermeintliche Lehrerschwäche zu Freude seiner Mitschüler erwähnte.
"Ein Abschlussschüler ohne Ausbildungsstelle ist wie ein Nagel ohne Kopf", stellte er jedoch auch treffend fest, und vergaß nicht, sich bei denen zu bedanken, die sich für die Schüler eingesetzt hatten.

"Es war ein besonderes Glück, dass Sie unser Klassenlehrer waren", richtete der Klassensprecher zunächst das Wort an Johannes Reutner, was seine Mitschüler mit tosendem Applaus und einem Abschiedsgeschenk bestätigten. Anschließend erhielten auch alle Fachlehrer als Dank ein kleines Präsent.

"Wir haben wahnsinnig viel gemeinsam erlebt !", war es Klassenlehrer Reutner vorbehalten die letzten Grußworte vor der Zeugnisverleihung zu sprechen. Er erinnerte daran, wie er die Klasse in der siebten Jahrgangsstufe übernommen hatte und ließ die Schulzeit in vielen Bildern Revue passieren. "Ich war gern Eurer Klassenlehrer und es freut mich, dass ich einen Teil Eures Lebens begleiten durfte", so der engagierte, vielseitige Pädagoge, der sich im Verlauf des Abends auch noch als musikalisches Talent am Keyboard und an der Gitarre zeigte.

Zeugnisse verliehen

Bevor im feierlichen Rahmen die Abschlusszeugnisse verliehen wurden, gab es für die Teilnehmer am Schülerleistungsschreiben zunächst die verdienten Urkunden. Fehlerfrei mit 160 Anschlägen war Regina Promberger dabei die Beste.
Mit einer Eins vor dem Komma schlossen folgende Schüler den Quali ab: Regina Promberger (1,8), Alexander Bräu (1,6), Andreas Mühl (1,6), und Alexander Rötzer (1,55). Schulbester wurde mit einem Notendurchschnitt von 1,5 Stefan Pfeffer.
Mit einem Geschenkgutschein wurden diese fünf Schüler für ihre besondere Leistung belohnt.

Mit der gemeinsamen Bayernhymne klang die Abschlussfeier 2007 aus.
Anschließend waren alle Anwesenden bei einem bayerischen Buffet zum Verweilen eingeladen.

Ein Artikel auf der Chamer Zeitung vom 21. Juli 2007