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“Welche Schule ist die richtige?”, diese Frage beschäftigt alljährlich vor allem die Eltern der Viertklässler, die entscheiden sollen, welche weiterführenden Schule nach der Grundschule ihr Kind besuchen soll. Die Wolfgang-Spießl-Schule bot einen Informations- und Diskussionsabend an, im Rahmen dessen die vielfältigen Übertrittsmöglichkeiten von der 4. bis zur 7.Jahrgangsstufe im gegliederten Schulwesen von Bayern vorgestellt wurden. Mit Beratungslehrerin Anna Frank, Kathrin Müller von der Realschule Roding , Bernhard Resch als Vertreter der beiden Gymnasien, Josef Nerl von der Gerhardinger Realschule, sowie Markus Engels als Vertreter der Volksschule Roding hatte man fachkundige Referenten vor Ort.
Rektor Rudolf Hofmann konnte Eltern der drei Schulstandorte Stamsried, Pösing und Wetterfeld begrüßen. Den Informationsabend eröffnete Beratungslehrerin Anna Frank, welche zunächst das bayerische Schulsystem detailliert vorstellte Die Schullaufbahnen sind durch ein größtmögliches Maß an Durchlässigkeit innerhalb und zwischen einer Schulart gekennzeichnet. Die Entscheidung welche Schule die richtige für das Kind ist, setzt eine objektive Beurteilung der Neigungen, Anlagen und Fähigkeiten voraus. Eltern sollten für ihr Kind das Anforderungsprofil wählen, das Erfolgserlebnisse wahrscheinlich sein, Über- und Unterforderung sollten vermieden werden. Mit dem Zutrauen in die eigene Leistungsfähigkeit lassen sich in einem differenziert gegliederten Schulsystem immer weitere Abschlüsse Schritt für Schritt erzielen - gemäß dem Grundsatz „ kein Abschluss ohne Anschluss.“ Eltern hilft bei Ihrer Entscheidung das bewährte Übertrittsverfahren. Die „abgebende“ Schule erstellt ein Übertrittszeugnis und bietet Beratung an. Die „aufnehmende“ Schule steht ebenfalls zu Beratung zur Verfügung und gibt eventuell die Möglichkeit zum Probeunterricht. Dabei sind nicht nur die Schulnoten ausschlaggebend, viel Wert wird auch auf das pädagogische Wortgutachten gelegt., welches das Sozial- und Lernverhalten des Kindes beschreibt. Jede Schule bietet mit der Klassenlehrkraft , der Beratungslehrkraft und dem Schulpsychologen eine umfangreiche Beratungsangebot , das Eltern und Schüler nutzen können.
Die Gymnasien stellte Bernhard Resch von Robert-Schumann Gymnasium vor. In Cham wird ein sprachliches Gymnasium (Robert-Schumann) und ein naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium (Josef-von-Fraunhofer) angeboten. Bis zur 11. Klasse haben alle Schüler die gleiche Stundenzahl, wobei der Unterschied in der 3.Fremdsprache liegt. Jeder Schüler erlernt mindestens zwei Fremdsprachen. Im sprachlichen Gymnasium kommt auf jeden Fall eine dritte Fremdsprache in der 8.Jahrgangsstufe hinzu, wobei die Schüler am naturwissenschaftlich –technologischen Gymnasium die gleiche Anzahl an Stunden in Physik, Chemie und Informatik mehr haben. Resch erklärte das die Gymnasien die Allgemeinbildung vertiefen sowie das fachübergreifende, abstrakte und problemlösende Denken fördern. Damit werden die Schüler auf ein Hochschulstudium oder eine anspruchsvolle Berufsausbildung vorbereitet. „ Wir wollen die Kinder mit überdurchschnittlicher Begabung.“, betonte er. Am 28.Januar findet um 19 Uhr im Joseph-Fraundorfer Gymnasium die Informationsveranstaltung für beide Gymnasien statt.
Als Vertreterin der stattlichen Realschulen berichteten Kathrin Müller von der Realschule Roding. An der Realschule gibt es drei Ausbildungsrichtungen, so genanten Wahlpflichtfächergruppen. Sie setzen ab der 7.Jahrgangsstufe verschiedenen Schwerpunkte im Unterrichtsangebot. Der Realschulabschluss der in der 10.Klasse erworben wird, berechtigt zum Anschluss an den Besuch der Fachoberschule (Fachabitur) oder der BOS. Auf diesem Weg können auch Realschulabsolventen ein Studium beginnen. Josef Nerl von der Gerhardinger Realschule Cham vertrat die Realschulen mit freier Trägerschaft: Maristen Realschule, sowie Gerhardinger Realschule. Beide Schulen sind staatlich anerkannt und führen zum mittleren Bildungsabschluss. Im Jahr 2006 musste man ein Schulgeld von 30,- Euro je Monat einführen. Nerl appellierte an die Eltern die Beurteilung der Grundschullehrer ernst zu nehmen, da diese das Kind bestens kennen. In der Konrad-Adenauer Realschule können sich Eltern am 15.Februar 2008 um 19 Uhr informieren. Die Gerhardinger und die Maristen-Realschule bieten am 22.Februar um 13 bzw. 16 Uhr einen Informationsabend an.
Markus Engels von der Volksschule Roding sprach für die Hauptschule, den kürzesten Weg zum Berufeinstieg vor. Das Profil der Hauptschule ist geprägt durch größtmögliche Berufs- und Praxisorientierung. Handlungsorientierter Unterricht wird durch selbstständiges Arbeiten erreicht. Vielfältige Kontakte zur Arbeits- und Berufswelt werden angeboten und durch das Fach Arbeitslehre wird aktive Hilfe zur Berufsfindung gegeben. Praxisbezogene Fächer geben eine breite Grundlage für die spätere Berufswahl. Es kann der erfolgreiche Hauptschullabschluss, der qualifizierte Hauptschulabschluss (Quali) und der qualifizierte berufliche Hauptschulabschluss (Quabi) unter bestimmten Voraussetzungen erworben werden. Der M-Zug ist ein Angebot für die Spitzenschüler der Hauptschule mit dem ein gleichwertiger mittlerer Abschluss erreicht werden kann. Unter www.km.bayern.de finden Eltern und Interessierte alle wichtigen Informationen zum Übertritt.
Kathrin Kirsch-Spießl
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