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Montag, 06. Februar 2012, 05:54 Uhr
 
Mäuse und Leseratten
Geschrieben von: Rudolf Hofmann   
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Gespannt saßen die Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse der Wolfgang-Spießl-Schule Stamsried-Pösing mit ihrem Lehrer Josef Platzer um die beiden Bibliothekarinnen Monika Roider und Bettina Bergmann, um zu erfahren, was sich die beiden diesmal hatten einfallen lassen. Denn neu war ihnen die Bibliothek nicht mehr, hatten sie doch erst im Juli die Pfarrbibliothek schon einmal besucht.

Diesmal lagen in der Mitte des Sitzkreises eine Menge Bücher mit der Titelseite nach oben. „Wer kann sich unter diesem Titel vorstellen, worum es in diesem Buch geht?“, fragte Frau Roider und zeigte dabei auf ein bestimmtes Buch mit dem Titel: „Der Karatehamster“. Es war gar nicht so leicht, den Inhalt zu erraten. Manchmal lagen die Vermutungen der Schüler daneben, mal hatten sie richtig vermutet.

Alle wissen, dass es ein sicheres Mittel gibt, den Inhalt eines Buches in Kurzform zu erfahren, nämlich den Klappentext zu lesen. Dazu hatte Frau Roider eine Aufgabe vorbereitet: Jeder Schüler erhielt einen kleinen Papierstreifen, auf dem eine wesentliche Information über den Inhalt eines bestimmten Buches geschrieben war. Damit musste aus dem Klappentext das jeweilige Buch erkannt werden. Das gelang den meisten Schülern recht schnell; ein paar brauchten etwas länger, das richtige Buch zu finden.

Danach durften sich die Schüler frei in der Bibliothek bewegen und nach Belieben herum schmökern. Die einen suchten sich an diesem Freitag, den 13. Ein Grusel- oder Science-Fiktionbuch, andere lasen in einem Pferde- oder in einem Sachbuch.

Zur Abwechslung hatte Frau Roider noch das Spiel „Montagsmaler“ vorbereitet: Ein Schüler durfte eine Szene oder einen Gegenstand eines bestimmten Buches auf einem Malblock zeichnerisch darstellen. Wer als erster das richtige Buch erriet, erhielt als Belohnung eine süße Gummimaus – genauso wie der Maler.

Nun hieß es langsam, sich mit Lesestoff für die nächsten Wochen zu versorgen, gilt es doch, sich für den anstehenden Vorlesewettbewerb gut zu rüsten. Die meisten Schüler liehen sich darum ein Buch ihrer Wahl aus.

Nachdem sich der Klassenlehrer bei den beiden Damen für ihre Mühen bedankt hatte, äußerten einige Schüler den Wunsch, zum Schuljahresende der Bücherei noch einmal einen Besuch abstatten zu dürfen, was die Bibliothekarinnen augenzwinkernd bejahten, zeigte dies doch: Es hatte allen sehr gut gefallen.